[AUDIO] Die Anatomie einer wirksamen Website für Heilpraktiker

 

Oh Mann, was für ein Ritt.

Du hast die Prüfung geschafft, dein Gewerbe angemeldet und jetzt kann es endlich losgehen. Oder aber, du haderst schon länger mit dir, weil du weißt, dass deine Seite schön langsam unters Skalpell sollte.

In jedem Fall sitzt du vor dem Bildschirm und du tippst, so etwas Ähnliches wie: Website für Heilberufe. Oder Heilpraktiker Website. Und vielleicht fügst du ein Hilfeee hinten dran.

Die Antworten von Dr. Google sind vielseitig und ähneln sich in einem:

Du musst das, du musst dies, deine Website muss das und überhaupt das muss sie auch.

Und Wordpress ist sowieso der Heilige Gral, die Suche nach dem perfekten Template, ist schwieriger als Trüffeljagd.

Dabei möchtest du viel lieber im Garten arbeiten.

Website für Heilpraktiker und Heilberufe
 
 
 

Oder mit Menschen - denn das war der Grund, warum du dich für deinen Beruf entschieden hast.

Und jetzt so was.

Noch ein Artikel, der dir sagt, was das Beste für dich ist?

Deshalb schnelle Fakten:

  • Die einzelnen Bausteine deiner Website unterscheiden sich nicht sonderlich von denen anderer Selbständiger.

  • Du musst deine Website 2019 nicht mehr zwanghaft mit Wordpress gestalten - sie wird trotzdem gut werden. 

  • Dein Template entscheidet nicht über deinen Website-Erfolg, sondern Klarheit, Persönlichkeit und dass die Suchmaschine dich findet.

Es gibt allerdings zwei wichtige Fragen, die du dir durchaus stellen darfst.

 
 
 

Die Kunst einer charakterstarken Website für
Heilberufe liegt in der Reduktion

 

Die 2 Fragen, die du dir wirklich stellen solltest:

Wie schaffe ich es, meine Erfahrung und meine vielen Inhalte gebündelt darzustellen?

Wie schaffe ich es, eine persönliche Note in meiner Seite einzuweben?

  1. Eine Website, die man versteht, die klar kommuniziert und die nicht aus dem Layout quillt, ist eine Website, die aus Besuchern Kunden macht. Dass das bei vielen Weiterbildungen und Therapieverfahren, eine Herausforderung sein kann, wissen wir beide.

  2. Eine Heilpraktiker Website, die Persönlichkeit zeigt, schafft Vertrauen und Vertrauen sorgt für einen vollen Terminkalender.

Lass uns die Bausteine deiner Website anhand der beiden Fragen beleuchten.

 
 
 

Die Bausteine einer guten Heilpraktiker Homepage

Als Heilpraktikerin läuft dein Geschäft wahrscheinlich auch so, denn du arbeitest regional und viele deiner Kunden kommen über Empfehlungen. Trotzdem ist eine Website ein Aushängeschild und vermittelt deinen Website-Besuchern ein Gefühl von deiner Person und davon, wie professionell du arbeitest.

Deine Aufgabe: Finden den Überbegriff, unter den du deine Inhalte packst.

Du kannst z. B. Begriffe wie Angebot, Therapieverfahren, Therapieangebot, Behandlung, Methoden, Schwerpunkte unter den Übergriff Therapie packen, damit du klar kommunizierst. So machst du aus mehreren Seiten, eine Hauptseite.

die Bausteine:

#1 Ablauf, Diagnoseverfahren (Diagnose)

#2 Angebot, Therapieverfahren, Therapieangebot, Behandlung, Methoden, Schwerpunkte (Therapie)

#3 Ausbildung, Qualifikation (Über mich)

#4 Kurse, Seminare, Workshops, Vorträge (Kurse)

#5 Online Beratungsgespräch + Terminbuchung (Kontakt)

#6 Domain mit Landesbezug (Damit du in den Suchmaschinen besser gefunden wirst)

#7 Wenn du möchtest: Blog oder Podcast

#8 Wenn du möchtest: FAQs

#9 Kundenstimmen (Optional als Case Study mit der Situation & Herausforderung)

#10 Kontaktmöglichkeit und klare Wegbeschreibung

#11 Texte mit Keywords

Diese Punkte musst du nicht alle auf eine eigene Seite und ins Menü packen. Besucher, die sich für dein Angebot interessieren, die lesen sowieso mehr und suchen auch im Footer nach Antworten.

 

Eine zentrierte Darstellung, deiner vielen Inhalte, könnte so aussehen: 

Deine Navigation enthält 5 Seiten:

  1. Diagnose
    Du stellst deinen Ablauf und dein Diagnoseverfahren vor. Halte dich kurz und auch den Navigationstitel knapp. Statt Diagnoseverfahren oder ähnliches, schreibst du Diagnose oder Ablauf.

  2. Therapie
    Reiss die Inhalte deines Angebots an und verwende Aufzählungspunkte anstatt ganzer Sätze. Du musst nicht jedes Detail deiner Therapie ausführlich erklären und wenn doch, dann pack die Infos in Blogartikel oder in Unterseiten, die du im Footer verlinkst. 

  3. Über mich
    Hab keine Angst vor dieser Seite. Da gehts darum, dass der Leser erfährt, was für ihn drinnen ist und ob du ihm helfen kannst. Aufzählungen wie Ausbildung und Qualifikation packst du hier rein.

  4. Kontakt
    Hier packst du dein Kontaktformular rein, deinen Online-Terminplaner, die Anfahrtsbeschreibung und wenn du möchtest einen Link zu deinen FAQs, in denen du die häufigsten Fragen beantwortest. 

  5. Kurse
    In diesem Navigationspunkt versammelst du deine bevorstehenden Seminare, Workshops und Vorträge. 

 

Deine Footer enthält folgende Infos:

  1. Situation und Herausforderung
    Das ist dein "Portfolio" und ein sehr unterschätzter Menüpunkt. Hier beschreibst du die Erfolgsstories deiner Kunden, nachdem sie mit dir zusammengearbeitet haben. Mit welchem Problem sind sie zu dir gekommen und wie habt ihr die Herausforderung zusammen gemeistert? Die wenigsten machen sich die Mühe, diese Seite + Unterseiten zu erstellen, aber die Extrameile lohnt sich und sorgt für Vertrauen. 

  2. Wenn du auf jede deiner Behandlungsmethoden eingehen möchtest, bietet es sich an, diese Infos als Menüpunkt in den Footer zu packen.

  3. Ressourcen
    Wenn du planst, richtig viel an Inhalt zu erstellen und du deinen Blog mit Podcast-Episoden und Videos ergänzen willst, dann nenne, diese Seite z.B. "Ressourcen" oder "Portal". Dann sammelst du in diesem sogenannten "Content-Hub" dein gesamtes hilfreiches Wissen in verschieden Formaten.

 

Wichtig zu beachten:

  • Bestimmt machst du keine falschen Versprechungen und haltest du dich in deinen Texten an das Heilmittelwerbegesetz?

  • Transportieren deine Bilder und Farben, die Stimmung, die du vermitteln möchtest?

  • Sind deine Webtexte präzise und klar?

  • Sind deine Schriften konsistent?

 
 
 

Squarespace oder Wordpress für deine Heilberuf-Website

Wenn du dir, die Frage stellst, ob du deine Website technikfreundlich mit Squarespace oder Blog-orientiert mit Wordpress gestalten sollst, haben wir hier einen eigenen Artikel für dich erstellt. 

 
 
 

Fazit

Wenn du es geschafft hast, deine Inhalte zu filtern, hast du die halbe Miete.

Die anderen Teile sind dein visueller Auftritt (Bilder, Schriften, Farben) und dann erst kommen das System und die Technik. Und da musst du dich nicht fragen, was besser ist, sondern welches du leichter selber pflegst. Du arbeitest für Menschen - die fragen sich nicht, welches Template da aktiv ist (und das ist vollkommen egal, die funktionieren am Ende sowieso fast alle gleich.)

Deine Besucher wollen wissen, was du kannst, wem du wie geholfen hast und ob du ihnen sympathisch bist. Mensch vor Technik. Verstehst du worauf wir hinaus wollen? 

Damit du deine Website selbstbewusst planst, nutz unseren Pre-Design-Guide. Und wenn du soweit bist, beginnst du am besten mit unserem Website-Starter-Kurs, mit dem du sofort loslegst.

 
Max Kienreich