Stärker als Ameisen auf Zuckerrohrschnaps (bring deine Texte mit Leitfaden in Topform)

 

In welchem Bau bin ich denn hier gelandet?

Ich drehe mich im Kreis.

Mir ist noch schwindelig vom Aufprall.

Ganz schön dunkel hier.

Wo bin ich bloß?

Ha! Hier! Die Tagline. Da steht es ja:

Tanz Coaching für Ameisen in Wien - damit du der Welt Beine machst.

Und da sind sie auch schon, die Arbeitstierchen.

Niedlich.

Sie schütteln mir die Hände, flüstern mir ins Ohr und weisen mir den Weg durch die Gänge ihres Baus, bis ans Ziel, dem königlichen Mittelpunkt ihres Staates. Schnell kenn ich alle Zimmer (total ordentlich hier). Und danke für die kostenlose Wegstärkung. Gefällt mir hier im Reich der Gliederfüßer.

Ich komme so was von wieder.

Deine Besucher auch?

Heiße sie willkommen und führe sie durch deine Website.

Der Text-Leitfaden für jede wichtige Seite deiner Website:

  1. Deine Homepage

  2. Verkaufsseite/Landing Page

  3. Die berühmte Über Mich Seite

  4. Case Study/Projektbeschreibung

  5. Kontakt

 
Squarespace Website Design Deutschland
 
 

Auf ins Gewusel.

#1 Deine Homepage (Die Drehscheibe deiner Website)

Wozu die Homepage?

Dein Besucher will wissen, wo er gelandet ist und du bringst ihn schnell zu den wichtigen Seiten, ohne ihn zu verwirren.


1 Sektion: Was, wer, wie? Deine Tagline.

Die Tagline steht im Headerbereich deiner Homepage.

Was machst du? Für wen machst du es? Wo ist dein Business her? Unterscheidet dich etwas ganz stark?

Damit erkennt der Besucher in wenigen Sekunden, um was sich die Seite und dein Business dreht.



2 Sektion: Empathie

Hol deinen Leser ab und zeig ihm, dass du seine Herausforderungen verstehst, damit er sich bei dir gut aufgehoben fühlt.



3 Sektion: Die nächst wichtigste Seite (z.B. Angebot)

Was ist die nächste Haltestelle in deiner Roadmap? Wo soll der Besucher hin? Ist es dein Angebot? Dann stell deinen Service kurz vor und leite den Leser zu den Detailseiten. Deine Angebote kannst du auch in Pakete packen: Name, Leistungsdetails, für welchen Anwendungsfall es passend ist und einen Call to Action. Ist es der Blog? Dann ist es ein Auszug deiner Artikel.



4 Sektion: Über Mich Snippet

Wer spricht hier eigentlich zu mir? Verlinke zum Über Mich.



5 Sektion: Testimonials

Solltest du ein Portfolio oder Kundenstimmen haben, ist die Homepage immer ein guter Platz dafür.



6 Sektion: Handlungsaufforderung

Wo willst du deinen Kunden als nächstes haben? Sag es ihm mit einem Call to Action.

 
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#2 Verkaufsseite oder Landing Page

Wozu die Landing Page?

Sie macht deine Angebote schmackhafter als Thai-Food.

Dein Ziel: Dein Kunde tut etwas.

Er meldet sich für deinen Newsletter an, er lädt etwas herunter, nimmt Kontakt auf, teilt deine Inhalte, klickt auf einen Link oder: er kauft bei dir.


1 Sektion: DIE BELOHNUNG

Headline

Wovon träumt dein Kunde? Starte mit einer Headline, die ein Bild davon malt, wonach deine Besucher wirklich streben. Zu wem wollen sie werden?

Subheadline

In der Subheadline kannst du dein Angebot und das Ergebnis deines Services erwähnen.

Benefit Bulletpoints

Zusätzlich kannst du auch 3-5 Benefits als Bulletpoints auflisten.

Tipp: Menschen kaufen keine Fakten, sondern die Gefühle, die sie bekommen, wenn sie an ihr zukünftiges Ich denken.


2 Sektion: EMPATHIE

Beziehe dich in ein paar Zeilen auf die Headline und geh näher darauf ein.

Dein Besucher hat ein Problem und Hürden dabei, es zu überwinden

Sprich an, weshalb er mit den Zähnen knirscht.

Das zeigt, nicht nur, dass du Empathie besitzt, sondern auch, dass du verstehst, das Problem zu lösen.

Tipp: Bringe den Besucher während des Lesens zum vorfreudigen Nicken.

Ein Beispiel:

Als Coach könntest du sagen: „Kann es sein, dass du alleine nicht mehr weiter kommst, weil…?“

Du kannst auch ein kleines bisschen auf den blauen Fleck drücken und sagen, dass wenn das Problem bestehen bleibt, es wahrscheinlich größer wird. (Diesen Trick natürlich behutsam und nicht manipulativ verwenden.)

Tipp: Bau nach Sektionen, an denen dein Leser Bedenken haben könnte, ein Testimonial mit Kundenzitat ein.



Vorher-Nacher-Szenario

Male aus, wie das Leben nach eurer Zusammenarbeit aussieht. Wo steht der Leser jetzt, wo will er hin?

An dieser Stelle denkt dein Leser: Ja, das bin ich und das ist genau mein Problem und ja, SO soll meine Zukunft aussehen. Er erkennt, dass du ihm helfen willst und kannst.

Sprich an, dass du verstehst, wie er sich durch sein ungelöstes Problem fühlt. Beschreib den Wunsch deines Lesers und die Situation, die er nicht mehr länger haben will. Wie kann das Problem idealerweise gelöst werden?

Tipp: Für so was kannst du auch immer Bullet-Point-Listen verwenden.

  • Vorher

  • Nachher


3 Sektion: DIE LÖSUNG

Wie kann dein Angebot genau helfen? Wie heißt es? Was kann es? Was kostet es?

Tipp: Beziehe dich dabei auf den emotionalen Mehrwert und nicht nur auf die Features allein.

Also darauf, wie sich dein Kunde fühlen wird, wie du sein Leben erleichterst und nicht nur darauf, was dein Angebot kann.



Angebotsgestaltung

Tipp: Schneide deine Angebote auf die Anwendungsfälle/Situationen/Probleme deiner Kunden zu. Benenne ihre Probleme und liefere ihnen deine passende Methode dazu.

Lass sie deinen Service nicht aus deinem Lebenslauf zusammenklauben, denn sie wissen nicht welche deiner Ausbildungen ihnen helfen kann.

Ein Beispiel:

Die Kundensituation: Möchte Kraft und Balance wiederfinden

Mögliche Methoden: Paarcoaching, Life coaching

Dein Paket: X für € Y

Die Kundensituation: Möchte eingefahrene Muster auflösen

Mögliche Methoden: Achtsamkeits-Training

Dein Paket: Y für € Z

Preise

Trau dich ruhig deine Preise zu nennen. Deine Kunden haben wenig Zeit und sind dankbar für schnelle Klarheit. Auch das schafft Vertrauen.

Der Prozess-Plan: Wie funktioniert’s?

Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Was erwartet den Besucher im Detail? Was passiert zuerst, was zuletzt? Welche wichtigen Infos muss er noch wissen? Kann er sich vorbereiten?

Tipp: Versuche diese Info auf maximal 3-5 Schritte zu reduzieren, sonst läufst du Gefahr, Aufmerksamkeit zu verlieren.

Tipp 2: Wenn du etwas ganz anders machst, als deine Mitbewerber es tun, ist das der Platz es hervorzuheben.

4 Sektion: DIE AUFFORDERUNG

Oder Call to Benefit, Call to Action.

Lass die Besucher noch mal kurz wissen, was du an ihrer Situation veränderst. Dann hast du ihre Aufmerksamkeit für den Call to Action.

“Möchtest du XYZ ändern?“

Schreibe darauf deine Call to Actions am besten in der Ich Form.

„Ja, ich will…“

Tipp: Teile deine Handlungsaufforderungen in Gewichtsklassen auf und stelle sie gegenüber. So stehen die Chancen besser, dass mindestens eines davon passiert.

Direkt bedeutet: Heirate mich! (z.B. Kaufen, Buchen)

Indirekt bedeutet: Geh doch mal was Essen mit mir. (z.B. Download und E-mail-Adresse hinterlassen, Beratungsgespräch)


5 Sektion: EINWANDBEHANDLUNG

Das kleine Über mich

Die Leute wollen wissen, wer sie da zu überzeugen versucht. Zeig dich kurz mal und sag ein paar Worte über dich.

FAQs

Welche Fragen sind offen geblieben? Führe so viele an wie nötig.

Tipp: Was musst du in Gesprächen immer und immer wieder beantworten, was dir wertvolle Zeit kostet? Welche Bedenken könnten deine Besucher noch haben?

Call to Benefit, Call to Action

Rund zwei. Lass deine Besucher wissen, was du willst. Und zwar so, dass du zuvor immer noch mal einen Benefit erwähnst. Das macht es deinem Besucher leichter zu klicken.

 
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#3 Über mich (am digitalen Lagerfeuer)

Wozu die Über-Mich-Seite?

Auf der Über-Mich-Seite geht es weniger um dich, als um die Bedürfnisse deiner Besucher. Schnauf also erst mal tief durch. Das Stichwort heißt Vertrauensbildung. Klar wollen die Leser dein Warum und deine Story erfahren, aber je mehr das mit ihnen zu tun hat, umso besser.

Warum kannst gerade du deinem Leser helfen?

1 Sektion: Was kannst du für den Leser tun?

Oder mit anderen Worten: Was ist deine Mission?

Hol deine Leser mit Verständnis für ihre Situation ab. Erkläre ihnen, warum du daran etwas ändern kannst und was sich für sie ändert.

Unsere Mission ist es zum Beispiel, Selbstständigen dabei zu helfen, unkompliziert mit ihrer Website zu starten (und mit natürlichem Auftritt und guten Texten herauszustechen), damit sie technisch unabhängig sind und sie nicht in eine Prokrastinations-Spirale geraten.


2 Sektion: Wieso machst du, was du machst?

Was ist dein große Ziel? Das ist deine Vision.

Wir kämpfen z.B. für ein lebendiges Internet, für Websites mit Charakter und einen entspannten Umgang damit. Unser Ziel ist es, dass unsere Kunden den Mut finden sich zu zeigen, dabei möglichst bei sich bleiben und ihre Website technisch intuitiv halten. Damit sie nicht die Freude an ihr verlieren.

3 Sektion: Was sagen andere über dich?

Auch hier geht es um Vertrauen: Deine Besucher fragen sich, weshalb sie dir ihre Zeit schenken sollten.

Tipp: Kundenstimmen eignen sich bestens, um Autorität aufzubauen.

4 Sektion: Erzähle deine Geschichte

Der Leser ist neugierig auf dich. Welche Herausforderungen gab es auf dem Weg zur Vision? Erzähl aus der Kiste, von dir und deinem Geschäft. Je mehr Gemeinsamkeiten wir mit dir entdecken, desto besser.

Tipp: Wenn du nicht von dir erzählen willst, kannst du auch auf eine Erfolgsstory deiner Kunden ausweichen.

Tipp: Wenn du richtig viel von dir erzählen willst, pack deine Story auf eine eigene Meine-Story-Seite.

 
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#4 Case Study

Wozu eine Case Study oder Portfolio-Seite?

In der Kreativbranche sind Portfolioseiten üblich. Sie zeigen Arbeiten auf die man stolz ist und von denen man gerne mehr machen würde.

Eine Case Study kann genauso spannend für kreative Selbstständige, Heilpraktiker und Coaches sein. Die Herausforderung kann hier darin liegen, geeignete Testimonials zu finden, die mutig genug sind, öffentlich über ihre z.B. Coaching Erfahrungen zu sprechen.

Fiiiiinde diese Kunden.


1 Sektion: Beschreibe die letzte Zusammenarbeit mit deinem Kunden

Was hat er gesucht, wie hat es sich entwickelt und was war das Resultat.

2 Sektion: Resultat

Alles, was du von deinem Kunden darüber erfährst, kommt in diesen Bereich.

3 Sektion: Kundenzitat

Es gibt immer und überall Platz für nette Worte.

4 Sektion: Call to Action

Fordere deine Besucher zu einer Handlung auf. Das kann der Klick zur nächsten Seite sein oder eine Einladung zur Kontaktaufnahme.

Tipp: Wenn du keine Case Study hast, weil du noch keine Kunden hast, kannst du auch eine imaginäre Kundensituation beschreiben. Z.B. Sarahs Weg. Wie würdest du ihr Problem lösen?

 
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#5 Kontakt

Wozu brauche ich eine Kontakt-Seite noch, außer um Kontakt aufzunehmen?

Eine Möglichkeit ist es, häufig gestellte Fragen als FAQ einzubinden, damit du dir deine Zeit vor dem Bildschirm oder am Hörer sparst und nicht immer dasselbe antworten musst.

Fazit

Uff! Jetzt nur nicht entmutigen lassen.

Jeder Tag bestehe für sich - soll der alte Goethe mal gesagt haben. Und das zählt auch für Website-Planung.

 
contentMax Kienreich